Premiere im Rückblick: Tschaikowskis „Nussknacker“ spielt im ersten Chemnitz der Moderne – Warmherziges Weihnachtsmärchen rührt und begeistert Jung und Alt —
Sabrina Sadowska hat alles richtig gemacht. Die Ballettdirektorin der Theater Chemnitz brachte mit dem „Nussknacker“ von Peter Tschaikowsky ein herzerwärmendes Weihnachtsmärchen auf die Bühne und versetzte dabei die Zuschauer am Samstagabend im ausverkauften Opernhaus in die Zeit, als Henri van de Velde und Herbert Eugen Esche die Stadt der Moderne schufen. Original Grünhainicher Elf-Punkte-Wendt-und-Kühn-Engelchen tanzten vor Seiffener Kulisse, den kleinen „Zinnsoldaten“ schienen erzgebirgische Spielzeugmacher Leben eingehaucht zu haben, und die Zuckerfee tanzte den Traum ihres Lebens. Der Spanier Santiago Serrate führte die Robert-Schumann-Philharmonie aus der Villa Esche nicht nur nach Spanien, sondern auch nach Indien und Venzuela, nach Frankreich, Spanien und China. Die herzigen Kinder der Opernballettschule kämpften als Mäuse, kullerten als Schneemänner und watschelten als Pinguine. Das Publikum war hellauf begeistert und wollte die tanzenden MärchenerzählerInnen gar nicht von der Bühne lassen.