Premiere im Rückblick: Uraufführung von Reiner Feistels Ballett „Mozart-Briefe“ am Freitag im Opernhaus gefeiert.-
Kaum einer der großen Choreografen, der sich nicht an Bachs h-Moll-Messe oder Mozarts Requiem herangewagt hätte. Größte Musik, im Wortsinn wunder-bare Musik, auch noch in Bewegung zum Bild erfinden, das scheint Krönung der Kunst. Reiner Feistel, Chefchoreograf und künstlerischer Leiter des Chemnitzer Balletts, ist vom Requiem gefangen, von dessen erhabenem Glanz, aber er ist auch in Mozart verliebt, den Menschen aus Salzburg, der so himmlische Musik schrieb. Und so „irdische“ Briefe. Himmel und Erde verbinden sich an diesem Tag im Ballett wie draußen, wenige Minuten vor Beginn, der Regenbogen über der Stadt. Dieses in keiner Mythologie fehlende Symbol der Verbindung von Irdischem und Überirdischem.
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