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Fünf machen ein ganzes Orchester

Furioser Start in die neue „Spielzeit im Kraftwerk“ mit einem Dvořák-Streichquintett

Wahrscheinlich sucht Spielzeit-Initiator Jakub Tylman die Programme raus. Egal, zum Auftakt der neuen Spielzeit im Kraftwerk in Chemnitz gab’s wieder seinen Landsmann Dvořák. Besser konnte es gar nicht losgehen. Das Streichquintett op. 77 ist einfach grandios. Und das am Montagabend, einfach so, zur Freude der Kaßberger – ein Stück fetziger Musik, eher Sinfonie als Kammermusik.

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Der helle Wahnsinn

Premiere im Rückblick: Die Chemnitzer Oper startet mit schönen Stimmen in „Lucia di Lammermoor“ in die neue Spielzeit.

Die Callas, die Netrebko – alle sind sie dem Wahn verfallen. Keine Sopranistin von Rang, die nicht Lucia sein wollte, nicht den hineinkomponierten Beifall für die Wahnsinnsarie absahnen wollte. In Chemnitz genoss ihn bei der Premiere von Donizettis „Lucia di Lammermoor“ am Samstag zu Recht die Rumänin Valentina Farcas. Diese paar Minuten Musik (ohne einen einzigen Huster im nicht ganz ausverkauften Haus) lohnen allein den Besuch der ersten großen Oper der neuen Spielzeit. Schöne Stimmen, schöne Musik, eine ungemein präzispräsente Robert-Schumann-Philharmonie unter dem gleich agilen und sensiblen Felix Bender (neuerdings mit Bart) im Graben – da ist leicht zu verschmerzen, dass sich Helen Malkowsky für die Regie mit dem undankbaren vierten Platz zufrieden geben muss.

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Akademisten: Jetzt sind sie alle in Chemnitz

Alexander Lesch ist Hahn im Korb Immer mehr junge Damen drängen in die Sinfonieorchester. Letzte Spielzeit waren auch alle vier Akademisten der Robert-Schumann-Philharmonie junge Damen. Diesmal hat sich auch ein junger Mann durchgesetzt: Der Geiger Alexander Lesch kann sich wie der Hahn im Korb fühlen. Die Akademisten sind nun alle in Chemnitz. Heute Nachmittag ist … weiterlesen →

Schöne Nachricht zum Spielzeitbeginn

Ein „Echo der Klassik“ für die Chemnitzer Produktion von „Vasco de Gama“

Als „Wiederentdeckung des Jahres“ („Opernwelt“, „Die Welt“) war der Chemnitzer „Vasco de Gama“ von Kritikern bereits gefeiert worden. Gestern folgte quasi der Ritterschlag der Schallplatten-Industrie: Meyerbeers Oper in der Chemnitzer Fassung erhält einen der begehrten Klassik-Echos für die beste „Editorische Leistung des Jahres“. Die Klassik-Echos werden vom Bundesverband Musikindustrie (BVMI) verliehen.

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Ulrich Lenk ist tot

Wir trauern um einen Großen Schreckliche Nachricht zu Beginn der Theaterferien: der Schauspieler Ulrich Lenk, 48, ist gestorben. Das melden die Theater Chemnitz heute erschüttert.Noch vor wenigen Tagen saßen wir mit Kathrin Brune im Exil-Garten zusammen und redeten uns die Köpfe heiß über die neue Studio-Inszenierung „Lenz.Festung.Ich“. Ulrich Lenk wie immer klug, belesen, humorvoll. Und … weiterlesen →

Studio immer internationaler

Was eine Russin und eine Slowakin mit den neuen Schauspielstudenten zu tun haben, und wieso das Schauspiel Chemnitz mit der TU Berlin kooperiert.

Sie sind schon da. Und proben, dass es nach den Ferien gleich richtig losgehen kann. Premiere der neuen Studio-Inszenierung ist schon am 8. Oktober, gerade mal vier Wochen nach Spielzeitbeginn. Aufgeführt wird „Lenz.Festung.Ich“, eine Collage von Kathrin Brune, die auch Regie führen wird. Gestern trafen sich die neuen Studenten des Chemnitzer Schauspielstudios zu einer ersten Konzeptionsprobe. Und stießen auf Kommilitoninnen aus Russland und der Slowakei.

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Die Urgewalt angehender Schauspieler

Ex-Schauspielstudenten spielten in Chemnitz ihre künstlerische Diplomarbeit

Zurecht haben sie vor wenigen Tagen an der Kunstuni Graz ihren Abschluss mit Auszeichnung bestanden. Dominik Förtsch und Christoph Radakovits dürfen sich jetzt stolz „Magister artium“ („Meister der Künste“) nennen. Offiziell gehörten sie noch zum Schauspielstudio Chemnitz. Am Montagabend zeigten die angehenden Schauspieler im vollbesetzten Foyer des Chemnitzer Schauspielhauses, wie sie die gestrengen Damen und Herren Prüfer in Graz überzeugten. Im Gegensatz zum Stücktitel „…, das lässt uns völlig kalt“ heißer Beifall vom Publikum für die Performance der beiden Youngster.

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Robin Hood trifft ins Schwarze

Premiere im Rückblick: Gelungenes Räuberspektakel des Schauspiels auf der Küchwaldbühne.

Zehn Minuten vor Beginn goss es noch in Strömen. Doch als das Spektakel begann, schlossen sich die Himmelsschleusen. Später strahlte sogar die Sonne. Ganz so, wie’s Robin Hood ergeht: erst als angeblicher Verbrecher vogelfrei, dann der (letztlich erfolgreiche) Kampf ums Gute, und schließlich der goldene Pfeil für den besten Bogenschützen. Wetter hin oder her: die Ränge vor der Küchwaldbühne waren bei der Premiere am Samstagnachmittagvoll besetzt – es scheint so, als hätten die Chemnitzer Eltern und Kinder die Schauspiel-Spektakel auf der Küchwaldbühne (letztes Jahr gab’s „Pippi Langstrumpf“) lieb gewonnen.

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Akademistinnen: fantastisch!

Große Leistung beim Abschiedskonzert am Freitag in der Jakobikirche

Er war nicht nur „zufrieden“, die jungen Damen der 10. Orchester-Akademie der Robert-Schumann-Philharmonie hätten ihn „echt beeindruckt“, gestand Konzertmeister Hartmut Schill nach dem Konzert am Freitag in der gut besetzten Jakobikirche. Die Akademistinnen hatten sich zwei „Hammerwerke“ (Schill) ausgesucht- und sie so fantastisch gespielt, dass das Publikum hell begeistert war.

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