Vom Förderverein 12. September 2012

Schauspielstudio: Bühnenstart im Ostflügel

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Zum erstenmal auf der Chemnitzer Bühne: Kaspar Locher, Florentine Krafft (oben), Anna-Sophie Fritz, Markus Westphal

 

 "Illustrate Illyria" nach Shakespeare zum Auftakt

"Ein Spiel um Illusionen" ist das Motto der neuen Spielzeit am Schauspielhaus. Keine Illusion ist, dass es in Chemnitz nach wie vor ein Schauspielstudio gibt. Dank Enrico Lübbe, und dank dem Förderverein. Und gleich zum Spielzeitauftakt können wir die jungen Studenten erleben.

Die Spielzeit 2012/2013 am Schauspiel Chemnitz beginnt im „Ostflügel". Denn dieses Jahr setzt das neuformierte Schauspielstudio Chemnitz den Saison-Auftakt: mit dem Shakespeare-Projekt „Illustrate Illyria!" nach Shakespeares „Was ihr wollt" am 28. September, wie Enrico Lübbe mitteilt. Weiter heißt es in der Pressemeldung:

Florentine Krafft und Kaspar Locher von der Hochschule der Künste Zürich, Markus Westphal vom Max Reinhardt-Seminar Wien und Anna-Sophie Fritz vom Salzburger Mozarteum sind die vier Schauspielstudenten, die in der Spielzeit 2012/2013 das neue Schauspielstudio in Chemnitz bilden. Die Zusammenarbeit von Schauspiel Chemnitz und diesen drei renommierten Schauspielhochschulen, die in dieser Spielzeit beginnt, mit großzügiger Unterstützung des Fördervereins der Theater Chemnitz und mit Hilfe der Chemnitzer Wohnungsbaugesellschaft GGG, ist uns Anlass genug, die traditionelle Studioinszenierung, in der exclusiv die Studenten eine Inszenierung erarbeiten, an den Beginn der Saison zu stellen.

„Ein Spiel um Illusion" lautet das Motto der neuen Spielzeit im Schauspielhaus – und wie könnte dies besser eröffnet werden als mit Shakespeares Geschlechter- und Identitätsverwirrklassiker „Was ihr wollt". Nach einem Schiffbruch finden sich die Figuren an den Ufern Illyriens wieder – und hier nun ist nichts mehr wie es war und nichts mehr wie es scheint. Ein fantastischer Reigen an Irrungen, Verwirrungen und komisch-tragischen Verwechslungen nimmt schnelle Fahrt auf: Orsino liebt Olivia und schickt ihr unwissend als Liebesboten die verkleidete Viola, in die sich wiederum Olivia verliebt. Die verkleidete Viola hat aber nur Augen für Orsino, der durch seine Zuneigung zu ihr an seiner sexuellen Ausrichtung zu zweifeln beginnt. Zum Glück gibt es noch Violas Zwillingsbruder, der ein wenig Licht in die Bedürfnisse seiner Mitmenschen zaubern kann.

Keine der Figuren will eigentlich die Person, welche sich augenscheinlich für sie interessiert. Der Soap-Lifestyle-Traum moderner Liebe scheint für alle reizvoller als die momentan realen Möglichkeiten und Menschen ihrer Umgebung. Mit diesem Ansatz gehen die Studenten Shakespeares großem Klassiker auf die Spur – und erarbeiten ihre eigene Version für 4 Schauspieler und 5 Rollen: „Illustrate Illyria!".

Regie führt Yves Hinrichs, der mit den Inszenierungen der Chemnitzer „KarateMilchTiger" bundesweit Erfolge feiert und zuletzt am Schauspielhaus die vielgelobte Inszenierung von Simon Stephens' „Reiher" erarbeitete.

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