Überregional 01. November 2017

Mut zur Kontroverse - Schauspielhaus wird Denkfabrik

Sonntag, 5. November 2017:  Gastspiel „Das vierte Reich“ des DNT Weimar und Diskussion – Eintritt frei! --

Wie politisch und gesellschaftlich relevant muss/darf/kann Theater sein? Mit der neuen Reihe „Denkfabrik“ initiiert das Schauspiel Chemnitz eine Veranstaltungsform, die Gedanken- und Reflexionsraum sein soll für Diskussionen mit Experten aus Politik, Philosophie, Kultur und Gesellschaft, und die das Publikum zum Gespräch einladen möchte. Die erste Denkfabrik findet am 5. November 2017, 15 Uhr, im Schauspielhaus statt und widmet sich dem Thema „Wehret den Anfängen!“

Dramaturgin Kathrin Brune lädt dazu besonders auch die Mitglieder des Theaterfördervereins ein. Sie schreibt: „Die Ergebnisse der Bundestagswahl insbesondere in Sachsen und das unverminderte Erstarken rechtspopulistischer Tendenzen in der Gesellschaft stellen die Demokratie und das Theater vor grundsätzliche Herausforderungen. Mit dem Mut zur Kontroverse möchten die Veranstalter darüber mit den Gesprächsgästen und dem Publikum in eine offene Diskussion kommen. Als Gesprächsgäste sind eingeladen: der Vorsitzende der Intendantengruppe des Deutschen Bühnenvereins und Generalintendant des DNT – Deutsches Nationaltheater und Staatskapelle Weimar Hasko Weber, der Generalintendant der Theater Chemnitz Dr. Christoph Dittrich, der Soziologe Dr. Matthias Quent, Direktor des Instituts für Demokratie und Zivilgesellschaft in Jena und Experte auf dem Gebiet Rechtspopulismus, der bereits für diverse TV-Redaktionen und Untersuchungsausschüsse arbeitete.

Doch zuerst wird die Bühne freigegeben für den provozierenden halbstündigen Monolog „Das vierte Reich“ von Neil LaBute als Gastspiel des DNT Weimar. Darin artikuliert ein amerikanischer Rechtsradikaler seine relativierenden Ansichten zu Adolf Hitler. Der streitbare Monolog bietet mehr als einen herausfordernden Impuls, um gemeinsam ins Gespräch zu treten: Über die Entstehung von Radikalität, derzeitige rechtspopulistische Tendenzen und deren Ursachen, über die Wahrnehmung der Gesellschaft sowie Handlungsmöglichkeiten. Welche Spielräume, Ziele und Ideen haben Politik, die Zivilgesellschaft und die Kunst für Entwürfe bzw. Gegenentwürfe?

Der Eintritt ist frei!

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