Überregional 11. Januar 2016

Chemnitzer Theaterpreis 2016 für Uta Bierbaum

Das Preisträgerstück „die zärtlichkeit der hunde“ wird am 22. April im Ostflügel uraufgeführt. -

Schwieriges Abwägen diesmal für die Jury des mittlerweile 3. Chemnitzer Theaterpreises für junge Dramatik unter den 32 eingereichten Stücken junger Autoren. Aber einhellig schließlich am 13. Dezember die Entscheidung für das Preisträgerstück „die zärtlichkeit der hunde“ von Uta Bierbaum. Ein zweiter und ein dritter Preis wurden diesmal nicht vergeben. Die offizielle Preisverleihung findet am 25. Januar 2016, 20 Uhr, im Schauspiel Chemnitz statt. Der Preis ist mit 5.000 € dotiert.

Uta Bierbaum ist ausgebildete Schauspielerin und studiert seit 2012 Szenisches Schreiben an der UdK Berlin. Mit „die zärtlichkeit der hunde“ gewann sie im Juni 2015 bereits den Publikumspreis beim Autorenwettbewerb St.Gallen/Konstanz. Ihr Stück „die schweizer krankheit“ wurde 2013 zum Heidelberger Stückemarkt, zur „langen Nacht der Autoren“ am Deutschen Theater Berlin und 2014 zum Autorenwettbewerb „Stück auf!“ des Schauspiels Essen eingeladen. Ihr Stück „call me lana“ wurde 2014 unter dem Titel „Exit Paradise“ an der Neuköllner Oper uraufgeführt. 2016 wird ihr erstes Stück für Jugendliche „HASENBLUES. STOPP.“ vom Theater Strahl in Berlin uraufgeführt. Außerdem schreibt sie an einem Libretto für eine Kurz-Oper der Deutschen Oper Berlin, die 2017 Premiere haben wird.

„die zärtlichkeit der hunde“ wird nun am 22. April 2015 im Ostflügel des Chemnitzer Schauspielhauses uraufgeführt. Uta Bierbaum verdichtet in in dem Stück die Lebensentwürfe ihrer Protagonisten zu einem Kaleidoskop verschiedener Realitäten. Mit Paula, Elvis, Polly und Fritz zeichnet sie vier Figuren auf der Flucht vor der Einsamkeit und auf der Suche nach Zärtlichkeit und tiefen Empfindungen. Sie begegnen einander auf dem dünnen Eis, das Leben heißt – stets in dem Bewusstsein, jederzeit einbrechen zu können. Die Geheimnisse, die sie in sich tragen, sind Motor und Bremse zugleich, und in einem Reigen aus Angst, Lust, zärtlicher Begierde und tiefer Verletzung bleiben ihre Begegnungen nicht ohne Konsequenzen ....

Regie wird Nina Mattenklotz führen. Sie gehörte der Jury ebenso an wie Harald Müller (Verlagsleiter von Theater der Zeit), Johannes Schulze (Vorsitzender des Theaterfördervereins der Theater Chemnitz) und Kathrin Brune (Dramaturgin der Theater Chemnitz). Der Preis steht in dieser Spielzeit unter der Schirmherrschaft von Lutz Hübner. Der Schauspieler und Autor („Frau Müller muss weg) ist einer der meistgespielten Dramatiker in Deutschland.

Der – vom Theaterförderverein unterstützte – Chemnitzer Theaterpreis für junge Dramatik wurde vorher bereits zweimal vergeben: Die Gewinnerstücke waren „Die Erben des Galilei“ von Martin Bauch (2014) und „Zerstörte Seele“ von Jan Peterhanwahr (2015). Beide Stücke wurden mit großem Erfolg in Chemnitz uraufgeführt.

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