Überregional 14. Oktober 2013

Beermann und die Cello-Mäuse


Konzertfrühstück der ganz anderen Art: Philharmoniker und Blindenschule unterzeichnen Kooperationsprojekt

Als ob es die missliche Diskussion um die Reduzierung der Robert-Schumann-Philharmonie auf ein Teilzeit-Orchester nicht gäbe: Die Musiker tun, was ihnen das liebste ist - den Menschen in der Stadt Freude machen. Klar, gab es für die Besucher des Konzertfrühstücks am Sonntagden selbstgebackenen gaumenkitzelnden Philharmoniker-Kuchen, der ratzfatz weg war. Die musikalische Seite dagegen zum Herzerwärmen: Kinder der Landesschule für Blinde und Sehbehinderte musizierten. Und GMD Frank Beermann setzte sich ans Klavier und spielte mit den jungen Cello-Mäusen einen "Gespenstertango". Was nun wiederum nichts mit dem "Tristan" zu tun hat, den Beermann für Ostern 2014 ankündigte. Auch sonst gab es viel neues bei diesem Konzertfrühstück der ganz anderen Art im rammelvollen Rangfoyer der Oper.

Orchestervorstand Friedemann Sammler, einmal nicht geplagter Funktionär, übermittelte uns gern und mit Freude einen Beitrag von Kollegin Claudia Schöne. Sie beherrscht nicht nur das Englisch Horn. Aber lesen Sie selbst:

"Das erste Konzertfrühstück dieser Spielzeit am 13.10.2013 begann mit  dem planmäßigen „Appetitmachen“ auf die nächsten zwei  Konzerte. Auf schon vertraut launige Art und Weise wurden auch die „Neuen“ Jón Philipp von Linden (Leitender Musikdramaturg), Felix Bender(1.Kapellmeister) und Arnaud Arbet (2.Kapellmeister) durch Carla Neppl  und GMD Frank Beermann vorgestellt .Doch dann folgte ein doch ein außergewöhnlicher Programmpunkt:

Die Robert-Schumann-Philharmonie und die Landesschule für Blinde und Sehbehinderte besiegelten feierlich einen Kooperations-Vertrag. Dieser wird verschiedene kleinerer Projekte beinhalten, aber auch größere Unternehmen, wie „Philharmonie in Fahrt“ sind schon in der Planung fortgeschritten.

Zahlreiche Schüler und Lehrer der Schule auf der Flemmingstraße, sowie deren Eltern und Interessierte füllten die Plätze im Rangfoyer der Oper, so dass kaum ein Stuhl frei blieb. Das traditionelle Kuchenbuffet (wie immer von den Musikerinnen und Musikern der Philharmonie gebacken) war schnell zusammengeschrumpft. So soll es sein!

Musikalisch standen diesmal  nicht die „Profis“, sondern die Kindern selbst im Vordergrund. Die Cello-Gruppe, genannt die „Cello-Mäuse“ machten bravourös den Anfang, gefolgt vom Schulchor, der sogar ein eigenes Schullied aufweisen kann!

Es hat allen große Freude bereitet zu sehen, wie die Schülerinnen und Schüler die Ohren spitzen für ihren Einsatz, Spaß hatten beim Musizieren und dann sichtlich stolz ihren verdienten Applaus in Empfang nahmen.

Das macht Lust auf die weitere  Projekte und die zukünftige Zusammenarbeit!"

Wir drücken dazu die Daumen. Und wir freuen uns auf das Sinfoniekonzert am Mittwoch/Donnerstag dieser Woche in der Stadthalle - ebenfalls etwas ganz Besonderes - Hugo Wolfs Orchesterlieder mit einem Film untermalt (oder überblendet, ganz wie Sie mögen), in dem der Spolist die Hauptrolle spielt, und auf den "Tristan" Ostern 2014, den Frank Beermann ebenfalls ankündigte...

Näheres zum 2. Sinfoniekonzert am Mittwoch und Donnerstag dieser Woche, jeweils 20 Uhr, in der Stadthalle
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