Überregional 26. August 2013

Trauer um Katja Paryla

Frühere Chemnitzer Schauspieldirektorin im Alter von 73 Jahren gestorben

Katja Paryla ist tot. Die frühere Chemnitzer Schauspieldirektorin (2004-2008) erlag am Sonntag einem schwerden Leiden. Katja Paryla hat es ihren Zuschauern nicht immer leicht gemacht. Aber alle liebten diese Frau, die so viel Theaterblut in sich fließen hatte, dass sie bisweilen fast davon zu bersten schien. Einen nahe gehenden Nachruf postete heute früh Karl-Hans Möller, auch Katja Parylas Chefdramaturg, auf facebook:

"Eigentlich hatte ich mich auf den Start meiner Facebook-Korrespondenz mit "meinem" Chemnitzer Theater gefreut, nun beginnt die neue Spielzeit mit der so traurigen Nachricht von Katja Parylas Tod. Ich stehe seit Dagmar Kunzes Mailboxnachricht irgendwie neben mir und bin unendlich traurig. Vor einiger Zeit habe ich sie auf der Düsseldorfer Bühne als Schauspielerin gesehen und sie danach nicht zu einer Begegnung erwischt. ich dachte, dass sich das bald nachholen ließe... Das Theater verliert eine große Künstlerin, eine wunderbare, ebenso innige wie skurrile, komische, fein- und derbhumorige wie kraftvoll und leise berührende Schauspielerin, eine Regisseurin mit großen Visionen, mit explodierenden, manchmal schwer einzufangenden Ideen, für deren Ausformung sie nicht immer geduldig, aber menschlich fair kämpfte, mit Kräften, die einen altersmäßigen Verlust gar nicht in den Bereich des Denkbaren rücken ließen.

Du, liebe Katja, wolltest keine Lobhudelei...

Aber sie muss es zulassen, dass man heute ganz besonders über den Verlust sinnt, den ihr vollendetes Künstlerleben für die Bühne und ihr Tod für die bringt, die sie mögen. Auch in Chemnitz bleiben ihre Spuren in guter Erinnerung, vor allem die, für die sie selbst die künstlerische und menschliche Verantwortung trug.

Mach's gut, Katja! Schade, dass auch Du - als die allen in bester Erinnerung gebliebene Hexe, auf die du nie reduziert wenn wolltest - nur im Film unsterblich sein durftest. Aber in unserer Erinnerung lebst Du weiter."


Das schreibt die Freie Presse
Der Nachruf des Theaters
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