Rund ums Theater 20. Oktober 2014

Wie der olle Neefe Christoph Dittrich zum Schmunzeln brachte

Er pfiff auf die Juristerei. Dafür wurde er ein "großer Chemnitzer"

Generalintendant Christoph Dittrich habe sich köstlich amüsiert, berichtet Peggy Fritzsche in der heutigen Montagsausgabe der Freien Presse. Schmunzelanlass war der Titel der Examensarbeit von Christian Gottlob Neefe

(1748-1798) „Ob ein Vater befugt sey, seinen Sohn zu enterben, wenn er sich dem Theater verschreybe“.

Antwort: Nö, natürlich nicht. Ob Dittrich an daheim dachte? Beider Väter waren Handwerksmeister: Neefes war Schneider, Dittrichs war Dachdecker (und sein Bruder ist gar Handwerkskammer-Präsident). Beide

hätten sich nie vom Vater reinreden lassen. Aber Neefe musste einen Umweg über die Juristerei machen, ehe er Musiker werden konnte. Dittrichs Vater war einsichtiger...

Und so wurden beide Musiker. Neefe schließlich der wichtigste Lehrer Beethovens, und Christoph Dittrich ist heute Generalintendant der Theater Chemnitz (weshalb die studierte Tuba meist in der Ecke stehen bleiben muss).

Raus kam die Story am Samstag, als Rotary Präsident Michael Utecht vier neue "Denkmal!-Platten" vor dem Roten Turm in Chemnitz an die Bevölkerung übergab. Mit den mittlerweile 20 Rotgussplatten und der dazu gehörenden Ausstellung im Roten Turm erinnert der Rotary Club Chemnitz, dem Christoph Dittrich übrigens auch angehört, an "große Chemnitzer", die der Stadt Bedeutung und Bekanntheit verliehen haben.

Zu den 20 Berühmtheiten (darunter Agricola, Hartmann, Marianne Brandt) gehört nun also auch Christian Gottlob Neefe. Zwei weitere berühmte Musik-Menschen waren schon vorher in den Kreis aufgenommen worden: Richard Tauber, der langjährige Intendant der Chemnitzer Theater, und Wilhelm August Mejo, der erste Chef der späteren Robert-Schumann-Philharmonie.

Übrigens: Christoph Dittrich kann noch nicht als "großer Chemnitzer" verewigt werden. Diese Ehre gibt's leider (Gott sei Dank!) nur posthum...

 

Rund ums Theater 18. September 2014

Beermann weiter auf Entdeckertour

Beermann weiter auf Entdeckertour

Zwei neue CDs mit unbekannten Komponisten

Nicht erst seit gestern spürt Frank Beermann, der Chemnitzer GMD, Komponisten und Werken nach, die – wie er meint, zu Unrecht – in Vergessenheit geraten sind. Und das Label cpo macht mit. Heißt wohl, da werden kleine Schätze gehoben, die sich auch verkaufen lassen. Eben kam die CD mit den Reznicek-Sinfonien 3 und 4 mit der Robert-Schumann-Philharmonie auf den Markt, jetzt folgen gleich zwei weitere mit Beermann am Pult anderer Orchester.

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Rund ums Theater 09. Juli 2014

Guibee Yang: So mögen wir sie noch mehr

Die kleine Koreanerin schwärmt von den deutschen Kantersiegern

Wir haben die Chemnitzer Sopranistin Guibee Yang schon in vielen Kostümen gesehen - aber im Trikot der deutschen Nationalmannschaft? Echte Überraschung. Wie das Ergebnis des Halbfinals. Nach dem 7:1-Traumsieg der deutschen Nationalmannschaft gegen die Brasilianer outet sich das kleine koreanische Stimmwunder als echter Fußballfan: "Wow... Deutschland. Ihr seid echt wahnsinnig!!! Mega geil !!!!!!!!!!! Es hat sich wirklich gelohnt,ein Trikot zu kaufen. U N G L A U B L I C H 7:1", postete sie heute Nacht auf Facebook. Wow...Guibee, das gefällt uns sehr!

Rund ums Theater 07. Juni 2014

Von Chemnitz in die Berliner Philharmonie

Julia Bauer und Bernhard Berchtold beim Strauss-Jubiläumskonzert

Wir kennen sie aus vielen Vorstellungen im Chemnitzer Opernhaus. Dass die Sopranistin Julia Bauer und der Tenor Bernhard Berchtold richtige Richard-Strauss-Kenner und -Könner sind, haben sie nicht zuletzt in der viel gerühmten Chemnitzer Aufführung der "Schweigsamen Frau" bewiesen, die das Label cpo zu Recht  auf einer CD-Box verewigte. Jetzt wurden die beiden Solisten eingeladen, das Jubiläumskonzert zum 150. Geburtstag von Richard Strauss in der Berliner Philharmonie mitzugestalten. Für das Konzert am kommenden Mittwoch gibt es noch Karten. Wer gerade in Berlin ist, nichts wie hin.

Rund ums Theater 07. Juni 2014

Beermann und der Fußball

Der GMD hofft für Deutschland, glaubt an Brasilien, und wäre nicht überrascht, wenn Belgien die WM gewänne

Musiker und Theaterleute sind meist fußballbegeistert. GMD Frank Beermann, bekennender Schalke-Fan, hat früher selbst gespielt. Auch gegen Placido Domingo. Und einmal fast ein Konzert verpasst - weil er Fußball guckte. Das vertraute er einem Freie-Presse-Reporter an. Den ganzen Freie-Presse-Artikel können Sie hier nachlesen.

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