Rund ums Theater 24. Februar 2015

Wenn Pferde Flügel bekommen


Die Hippogriff Sonate von Saint-Saëns zum Entspannen im Kraftwerk

„Was für ein wundervoller Abend“, schwärmte Kraftwerk-Chefin Ute Kiehn am Schluss. Draußen nieselte es, war bibberkalt, drinnen aber hatte die wärmende Brillanz einer Saint-Saëns-Sonate die Gemüter erhitzt und zu heftigem Beifall animiert. Jakub Tylman, Solocellist der Robert-Schumann-Philharmonie und Motor der „Spielzeit im Kraftwerk“, hatte am Montag Pause und die Noten seinen Freunden Luděk Růžička, Violine, und Georg Wendt, Klavier, überlassen. Die Zuhörer im fast voll besetzten Saal waren begeistert.

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Rund ums Theater 16. Februar 2015

Felix Bender: Fleißig, fleißig. Sogar an Fasching

...und nebenbei erfahren wir, wie Bender nach Chemnitz kam

Der Mann ist nicht totzukriegen: Eben hat er dieses Wahnsinnskonzert mit der Robert-Schumann-Philharmonie hingelegt: zweimal ausverkaufte Stadthalle zum Filmmusik-Konzert. Aber während seine Chemnitzer Musiker-Kollegen diese Woche tarifbedingt Pause einlegen (müssen), dirigiert er morgen, am Faschingsdienstag, im schwäbischen Ulm ein großes Konzert. Mit Fasching gehn die Schwaben schwäbisch sparsam um: nur Dvořaks "Carneval"-Ouvertüre steht auf dem Programm, sonst Brahms und Hindemith.

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Rund ums Theater 10. Februar 2015

Einziger Grammy für Deutschland für "unser" Label

Und was die Chemnitzer Oper damit zu tun hat.

Der "Grammy" ist für die Tonträgerbranche wie der "Oscar" für die Filmindustrie. Nach der Verleihung am Sonntag in Los Angeles wandert eine einzige dieser begehrten Auszeichnungen nach Deutschland: der Grammy für die beste Opernaufnahme ging an das Label cpo, bei dem auch die meisten CDs mit Aufnahmen aus der Chemnitzer Oper erschienen sind. Den Grammy erhielt cpo für eine Einspielung von Charpentiers „La Descente d’Orphée aux Enfers“ ("Orpheus' Abstieg in die Unterwelt") durch das Boston Early Music Festival. Was cpo-Chef Burkhard Schmilgun der FAZ in diesem Zusammenhang zur Chemnitzer Oper sagt, ist bemerkenswert.

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Rund ums Theater 18. Dezember 2014

Schweinfurt freut sich auf Chemnitzer Virginia

Schauspiel führt Carsten Knödlers Inszenierung in der fränkischen Stadt auf

Vor fast 30 Jahren wurde "Wer hat Angst vor Virginia Woolf" zum letzten Mal in Schweinfurt aufgeführt, berichtet die Mainpost. Desto gespannter sind die Schweinfurter nun auf den 13. und 14. Januar. Dann gastiert das Chemnitzer Schauspielhaus mit Carsten Knödlers Inszenierung von Edward Albees Stück (Premiere war im April 2013) in der fränkischen Stadt. Wer die Aufführung in Chemnitz nicht gesehen hat: auf geht's!

Rund ums Theater 18. Dezember 2014

Erfolg für Beermann in Gran Canaria

Strauss, Wagner und Scriabin mit Pedro Halffters   Hausorchester - Und die Atlantikwellen sangen dazu

Es hat Vorteile, wenn man heute in der internationalen Musikwelt vernetzt ist. So konnten wir in Chemnitz bereits mehrfach Pedro Halffter mit der Robert-Schumann-Philharmonie erleben, zuletzt im Mai. Halffter ist nicht nur Komponist, sondern auch Chefdirigent und Künstlerischer Direktor des Philharmonischen Orchesters von Gran Canaria. Dieses Orchester dirigierte nun Frank Beermann Anfang Dezember. Mit großem Erfolg, wie Klaus Billand jetzt im "online Merker" berichtet.

Fasziniert war Billand schon vom 1997 eröffneten Konzertsaal, dem Auditorium Alfredo Kraus in Las Palmas. Fast schwärmerisch berichtet er von dem "akustisch beeindruckenden ... Zuschauerraum mit 1.600 Plätzen und einer gewissen Einzigartigkeit: Man schaut von den hoch hinauf reichenden Zuschauerrängen über das Orchester hinweg auf die gemächlich und somit fast poetisch anrollenden Wellen des Atlantiks und seine Weite."

Das Programm war den "letzten (musikalischen) Helden des 19. Jahrhunderts" gewidmet". Schon Richard Strauss' Don Juan op.20  habe das Orchester "unter dem bestimmten Schlag Beermanns mit großartiger Dynamik, fließenden Übergängen und kristallklarer Transparenz in den einzelnen Gruppen" brillieren lassen.  In Wagners "Siegfried-Idyll" seien Beermann "vor allem die zarten Feinzeichnungen der Partitur" gelungen, "die einen sowohl an Siegfrieds Kontemplation im 2. Aufzug zu seinen ihm unbekannten Eltern, und aber auch in das Treppenhaus von Tribschen gelangen ließen." Im Andante – Allegro giocoso der 2. Scriabin-Sinfonie habe Beermann "mit viel Liebe zum Detail das Hauptthema ... gefühlvoll heraus(gearbeitet) und "den symphonischen Duktus eindrucksvoll zum dramatischen Satzfinale" gesteigert. 












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