Aus den Häusern 19. Mai 2014

Start ist freigegeben: Das wird ein heißer Theaterwinter


Spielzeit 2014/15 (I): Udo trifft Adèle, Otello das Aschenputtel

Die Chemnitzer Theatermacher um Generalintendant Christoph Dittrich waren froh und ein bisschen stolz, als sie heute das Programm für die neue Spielzeit, ihre zweite, vorstellten. Sie wollen, wenn möglich, noch zulegen, obwohl sie bis April in der laufenden Spielzeit gegenüber der vergangenen bereits zehn Prozent Besucherplus verzeichnen konnten. Die Chancen dafür stehen gut: Die vorgesehenen Produktionen versprechen einen heißen Theaterwinter.


Voller Überraschungen – Wenn das Ballett „Geschichten aus dem Hut“ tanzt, führt die Musik von Udo Lindenberg und Adèle Regie, voller „großer“ Oper und „großem“ Schauspiel mit „Richard III“ und „Otello“, mit zahlreichen Erst- und Uraufführungen – auch im Konzert etwa mit Torsten Raschs Oratorium „A foreign Field“, das zum Jahrestag der Bombardierung von Chemnitz, dem Friedenstag 2015, zum ersten Mal in Deutschland erklingt.

Auf auswärtige Felder wagen sich Ballett (ins Stadtbad!), das Schauspiel auf die Küchwaldbühne, das Figurentheater in die Schulen und die Robert-Schumann-Philharmonie ins Schloss Neuschwanstein,  an einem Abend mit einem „Meistersinger“-Programm. König Ludwig hätte seine Freude daran gehabt…

Die eigenen Protagonisten führen Regie (Heinicke, Knödler, Brune, Feistel, Gundula Hoffmann – die kommende Figurentheaterchefin), aber wir werden auch altbekannte Ex-Chemnitzer wieder treffen (Tilo Krügel, Herbert Olschok), Schill spielt das Britten-Violinkonzert, Beermann nimmt sich die 1. Und die 7. Mahler-Sinfonie vor. Im Figurentheater ist ein Stück dabei („Erst blau, dann gelb, dann grün“) für die Allerkleinsten (ab 2 Jahren!). Die Musical-Freunde erleben die wilden Achtziger in „Flashdance“, für das sich die – hat sich rumgesprochen – erfolgreichen Musicalmacher in Chemnitz als erste die Rechte für Deutschland sichern konnten.

Das Schauspielstudio wird durch die Hilfe des Fördervereins auch 2014/15 leben – und wie!  Gleich Anfang Oktober mit einem psychologischen Krimi als Studio-Inszenierung. Die vier Studenten kommen von der Anton Bruckner Privatuniversität Linz (Linn Sanders und Patricia Windhab) und der Kunstuniversität Graz (Dominik Förtsch, Christoph Radakovits).

An den Preisen ändert sich nicht viel: die teureren Konzertkarten gehen noch ein bisschen nach oben, die günstigsten bleiben gleich, damit auch wirklich alle die Konzerte erleben können. In Oper und Schauspiel werden einige Plätze gerechter in andere Kategorien gestuft – manchmal auch nach unten.

Und auch das ist neu und erfreulich: Ab sofort sind die Karten für alle Vorstellungen der nächsten Spielzeit verfügbar. Marketing und Besucherservice haben ganze Arbeit geleistet. Das 170 Seiten starke neue Spielzeitbuch liegt überall aus. Und (schöner Service): es gibt ein Mini-Leporello, das auch in die kleinste Damenhandtasche passt und alle Vorstellungen – vorerst bis zum Jahresende auflistet. Damit sich niemand ärgern muss, weil er eine Vorstellung versäumt hat…

In den nächsten Tagen stellen wir Ihnen in mehreren Folgen hier Neues und Interessantes zur neuen Spielzeit vor.

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