Aus den Häusern 20. Januar 2017

Da hatte selbst Beethoven keine Chance

5. Sinfoniekonzert der Robert-Schumann-Philharmonie (Donnerstag): Der Cellist Daniel Müller-Schott gewann souverän die Sympathien des Publikums.-

Mag sein, dass ihm der international begehrte Preis Flügel verschafft hat. Schon am Mittwoch hatte der 1976 in München geborene Daniel Müller-Schott das Publikum begeistert, wie „sichere Quellen“ (Hergen Gräper, Verwaltungschef der Theater) berichteten. Wir waren am Mittwoch nicht dabei. Aber im Zweifel war der Cellist am Donnerstag noch besser. Das Publikum in der (angesichts des Wetters) gut besuchten Stadthalle lag ihm zu Füßen. Sieg auf der ganzen Linie. Höhepunkt des 5. Sinfoniekonzerts der Robert-Schumann-Philharmonie. Und ein Glanzpunkt der ganzen Serie.

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Aus den Häusern 15. Januar 2017

Operette?

Premiere im Rückblick: Benjamin Schweitzers „Südseetulpen“ als weltweit erste Operetten-Uraufführung im Jahr 2017 gestern im Chemnitzer Opernhaus.-

Was eine Operette ist? Ganz einfach, meint Tonsetzer Benjamin Schweitzer: „Sie verträgt und darf eigentlich alles.“ Sie hat „die Lizenz zu den abstrusesten Wendungen der Handlung und … einem stilistisch musikalischen Wechselbad“. Na denn. In die beste Suppe mit den absonderlichsten Gemüsen gehören verbindendes Salz und Pfeffer, dass sie schmeckt, vielleicht ein bisschen bitterliches Lorbeerblatt, und die Kunst des Kochs, die einzelnen Gemüse jeweils bissfest hinzukriegen – quasi immer neue unterschiedliche Genüsse zu bereiten, die ein Lächeln auf die fettgenießend fröhlichen Lippen zaubern. Gaumen-Ohrwürmer gewissermaßen. Mag sein, dass der Noten-Chefkoch die Operette neu erfunden hat, den meisten Zuschauern der Premiere am Samstag im Chemnitzer Opernhaus kam das Allerlei nicht sonderlich operettig vor. Der Beifall war – freundlich gesagt – irritiert: Lob holten sich vor allem Dirigent, Sänger und Orchester ab. Noch ehe der Vorhang Sekunden zu spät ganz geschlossen war, schallte als Beifall-Ouvertüre ein lautes Buh in den nicht voll besetzten Saal.

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Aus den Häusern 09. Dezember 2016

Philharmonie in Höchstform


4. Sinfoniekonzert (Donnerstag): Da brannte nicht nur ein Adventslichtlein. Da funkelten musikalische Feuerwerke.-

Notgedrungen ist die Besprechung heute kürzer als sonst. Vielleicht gefällt’s dem einen oder anderen sogar. Das 4. Sinfoniekonzert in der Stadthalle jedenfalls war nicht nur groß, sondern auch großartig.

Klar. In der Pause waren die Naughton-Sisters Gesprächsthema Nr. 1. Die amerikanischen Zwillingsschwestern Christina und Michelle reizten nicht nur optisch (schwarze, leicht variierte Kleider vokuhila, gaspedalverbotene, klavierpedalgeeignete Highheels).

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Aus den Häusern 02. Dezember 2016

Chemnitz hat einen neuen Generalmusikdirektor

Der Spanier Guillermo García Calvo leitet von der kommenden Spielzeit an die Robert-Schumann-Philharmonie.-

Die Entscheidung ist gefallen: Der spanische Dirigent Guillermo García Calvo wird neuer Generalmusikdirektor der Theater Chemnitz und der Robert-Schumann-Philharmonie. Das teilten die Theater Chemnitz heute mit. Calvo hat zunächst einen Vierjahresvertrag mit einer Option auf Verlängerung. Er wird am Dienstag im Rathaus offiziell vorgestellt.
"Mit seiner großen Leidenschaft für das Schaffen Richard Wagners" freue sich der neue Generalmusikdirektor "besonders auf die Chemnitzer Neuinszenierung des „Ring des Nibelungen“ im Jahr 2018", heißt es vom Theater. Erfahrungen mit den Werken Richard Wagners sammelte er u. a. bereits bei den Produktionen „Tristan und Isolde“, „Das Rheingold“ und „Die Walküre“ im spanischen Oviedo.

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Aus den Häusern 27. November 2016

Auch russisch top

Premiere im Rückblick: Tschaikowskys „Pique dame“ – das zweite Opern-Ass in dieser Spielzeit. -

So schön“, sagte die unbekannte Dame kurz vor der Premierenfeier auf dem Balkon der Chemnitzer Oper.  „Jetzt muss ich erstmal Luft holen. Drei Stunden, herrlich, ohne jede Schwachstelle…“ Na ja. Richtig ist: Die Chemnitzer Oper ist ein Stadttheater. Aber die Chemnitzer „Pique dame“ würde jedem Staatstheater zur Ehre gereichen. Und auch international punkten können. Großer Beifall des Premierenpublikums am Samstagabend vor allem für den Protagonisten Viktor Antipenko, dessen Sängerkollegen und die Robert-Schumann-Philharmonie unter Michael Güttler.

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